Auf den Spuren einer mutigen Frau die Region entdecken

Die neue Bertha Benz-Ferienroute führt auch durch die Melanchthonstadt

„ENTHÜLLUNG“ AN HISTORISCHER STELLE: Über das neue Angebot freuen sich (von links) Dominic Fischer, Gebhard W. Nagel, OB Wolff, Stadtwerkechef Stefan Klack, Caroline Traut (Touristik) und Bernhard Feineisen, Kulturamtsleiter.

BRETTEN. Getankt hat sie in Apotheken, den von ihrem Mann Carl Benz ersonnenen dreirädrigen Wagen reparierte sie mit Strumpfband und Haarnadel. Bertha Benz‘ „Marketing Aktion“ – ihre Fahrt zusammen mit den Söhnen von Mannheim nach Pforzheim und zurück – war ein Abenteuer, von dem übrigens der Ehemann und Erfinder des Automobils nichts wusste. Aber sie war auch eine Sensation und half dem bis dato spöttisch belächelten Gefährt zu Bekanntheit und vermutlich auch zu Käufern, die bis zu dem Zeitpunkt absolute Mangelware waren. Bertha Benz mutige Fahrt von 1888 lebt immer wieder in der Gedächtnisfahrt auf, jetzt stellt die Strecke von damals ihre Attraktion als Ferienroute von heute unter Beweis. Mit dabei ist auch die Stadt Bretten: Nicht nur als Angebot zum Entdecken und Genießen, sondern auch als historischer Fixpunkt: An der Marktapotheke hat Bertha Benz das erste Automobil im August 1888 betankt. Am Dienstag „enthüllte“ Oberbürgermeister Martin Wolff eine Tafel an der Wand der Marktapotheke, die auf dieses Ereignis hinweist und via QR Code die Brettener Ferienroute, ihre Attraktionen und auch die Parkmöglichkeiten ausweist.

Text / Foto: Gabriele Meyer
Erschienen in: Brettener Woche vom Mittwoch, 30. April 2014 · Nr. 1612