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06. Juli 2022 | Stationen der Geschichte

Stationen der Geschichte

In Umkirch gibt es jetzt einen digitalen Ortsrundgang für das Smartphone

Digitaler Ortsrundgang Umkirch
Der digitale Ortsrundgang durch Umkirch wurde am Montag von Bürgermeister Walter Laub (von links), Sonja Edinger von „Maqnify“ und Stephan Kaltwasser vom Geschichtsverein Umkirch vorgestellt. Foto: ma

Umkirch. Vielleicht haben ihn einige schon entdeckt: Seit kurzem gibt es in Umkirch einen digitalen Ortsrundgang mit zehn Stationen. Startpunkt kann das Rathaus „Schloss Büningen“ am Rande des Gutshofplatzes sein, wie am Montag bei der Vorstellung des Rundgangs durch Bürgermeister Walter Laub und Stephan Kaltwasser vom Heimat- und Geschichtsverein, oder an einer der anderen neun Stationen in Umkirch.

Digital, zeitgemäß, unkompliziert – so präsentiert sich der Ortsrundgang, der bewusst ohne große Schilder und ohne Text auskommt. Auf den unscheinbaren Plexiglasschildern sind nur die Aufschrift „Ortsrundgang durch Umkirch“ – übrigens dreisprachig in deutsch, englisch und französisch – und der Standort vermerkt. Wichtigstes Element auf den Schildern ist ein QR-Code, der mit Hilfe des Smartphones zu den hinterlegten Texten des digitalen Ortsrundgangs führt. Wer will, kann sich die Texte des Rundgangs auch vorlesen lassen.
„Die Idee für einen historischen Ortsrundgang gibt es bei uns schon lange. Jetzt haben wir es endlich umgesetzt“, so Bürgermeister Walter Laub bei der Vorstellung des Rundgangs am Montag. Auslöser war ein Angebot von „Maqnify“, ein Unternehmen das digitale Rundgänge anbietet. „Das Konzept hat uns überzeugt“, so Laub.
Für die informativen und doch leicht verständlichen Texte des Rundgangs zeichnet der Heimat- und Geschichtsverein Umkirch um den Vorsitzenden Stephan Kaltwasser verantwortlich. Besonders die Arbeiten von Vinzenz Kremp und Hubert Wangler seien hier wertvoll gewesen, so Kaltwasser, der auch mit seinem Team für die Auswahl der zehn Stationen verantwortlich war. „Von mehr als zwanzig möglichen Stationen sind am Ende zehn Stationen übrig geblieben“, so Kaltwasser. Der Rundgang ist etwa 2,2 Kilometer lang und die Stationen befinden sich in der Mehrzahl im Ortskern von Umkirch, dazu kommt die Station „Dachswanger Mühle“, für die ein etwas längerer Fußweg notwendig ist. Neben markanten Gebäuden wie dem ehemaligen Wasserschloss und heutigen Rathaus „Schloss Büningen“, dem Gutshofplatz, der Schlossmühle und der teilweise romanischen katholischen Kirche sind auch weniger spektakuläre Stationen aufgenommen worden. So erfahren Interessierte auf dem Rundgang, was es mit dem Gewann „Kalkofen“ auf sich hat, das heute mit Wohn- und Geschäftshäusern bebaut ist. Es weist auf den ehemaligen Standplatz von Kalkbrennöfen hin. Ein weiterer interessanter Standort ist die ehemalige Stubenwirtschaft „Zum goldenen Adler“, wo noch bis 1988 bewirtet wurde. „Hier war der Stammtisch der Umkircher, nach Vereinsversammlungen traf man sich hier“, weiß Bürgermeister Laub zu berichten. Heute sind in dem Gebäude in der Ortsmitte verschiedene Einzelhandelsgeschäfte untergebracht. Marianne Ambs

Der Ortsrundgang ist auch auf der Homepage der Gemeinde Umkirch unter www.umkirch.de/de/Digitaler-Ortsrundgang zu finden.

Foto: ma

Erschienen in: WZO Donnerstag, 07. Juli 2022